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Gedenkturm in Kapellendorf auf dem Sperlingsberg

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Der Gedenkturm auf dem Sperlingsberg bei Kapellendorf wurde 1906 errichtet. Er erinnert an die letzte Schlacht zwischen Preußen und Franzosen, die 100 Jahre zuvor hier stattfand und den Abschluss der Doppelschlacht Jena-Auerstedt bildet.

Von diesem Platz hat man außerdem einen phantastischen Ausblick in das Weimarer Land.

Ursprünglich wurde das Denkmal als Bismarckturm geplant, wie sie damals groß in Mode waren. Dieses Ansinnen stellte sich allerdings als zu teuer heraus, da die privaten Spenden der Kapellendorfer Bevölkerung ausreichen mussten. Es konnte aber ein begehbarer, etwa 5 Meter hoher Turm mit Aussichtsplattform abseits der Straße nach Großromstedt errichtet werden. Er befindet sich auf dem Plateau des Sperlingsbergers, der östlich der Ortschaft ansteigt und einen schönen Blick freigibt. Vor allem nach Westen in Richtung Ettersberg, über die Ilmniederung und zur Saaleplatte ist die Sicht phänomenal.

Allerdings muss man den Weg dorthin erst einmal finden, da diese Sehenswürdigkeit leider nicht ausgeschildert ist. Im Zentrum von Kapellendorf folgt man der Apoldaer Straße in Richtung Apolda und biegt dann rechts in die Straße Am Sperlingsberg ab. Linkerhand kommt man an schönen Streuobstwiesen vorbei. Etwa 30 Meter vor dem kleinen Waldstück auf der rechten Seite biegt man links auf einen Feldweg ein, der von 2 weiß-rot gestrichenen Stahlschranken versperrt wird. Folgt man diesem Weg vorbei an der verwilderten, buschigen Heidelandschaft rechts (Achtung, hier grasen mitunter gehörnte Wesen) gelangt man nach 50 bis 60 Metern zum Gedenkturm, der sich hinter einem Ringwall erhebt.

Der Turm selbst ist ständig geöffnet, und über eine Metalltreppe erreicht man die Aussichtsplattform. Mehr als eine handvoll Leute passen zwar nicht rauf, aber diese werden durch einen tollen Ausblick für die Ersteigung des Berges entschädigt. Nach Osten blickt man zwar nur auf die Hochfläche des Sperlingsberges bis zum Nachbarort Großromstedt, aber anschließend daran sind Apolda, das Ilmtal, der Ettersberg, die Ilmplatte und das davor liegende Weimarer Land gut sichtbar. Auch Kapellendorf breitet sich malerisch vor einem aus und man erkennt durch den gerade noch sichtbaren Torturm der Wasserburg, wie ungewöhnlich diese Niederungsburg für Thüringen ist, wo doch die meisten dieser Bauwerke eine Berg- oder Spornlage aufweisen.

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