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Urlaub in der Goethe und Schiller Stadt

360. Zwiebelmarkt in Weimar – Bilder vom 3. Tag

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Der abschließende Tag des Zwiebelmarktes in Weimar.

Am Sonntag dann der 3. und letzte Tag des größten Thüringer Volksfestes. Das Wetter zeigte sich wieder mal eher durchwachsen als golden herbstlich.

Dieses Mal lag mein Schwerpunkt auf den Bereichen am Platz der Demokratie und später dem Theaterplatz.

Um sich nicht unnötig durch die Menschenmassen zu schieben, war der Weg an der Ilm entlang bis über die Schlossbrücke eine gute Variante. Dort dröhnte einem schon eine grauslige Version des Heidi-Liedes von der Nordhäuser-Doppelkorn-Bühne entgegen. Also schnell weg da und ein bischen das Angebot der Marktstände am Straßenrand in Augenschein genommen. Wie oft man auf dem Zwiebelmarkt versucht hat, diese Keramikpfannen an die Hausfrau bzw. den Hausmann zu bringen, habe ich irgendwann nicht mehr mitgezählt. Und manchmal habe ich den Eindruck, es werden mehr Schmankerl aus Tirol verkauft, als dort überhaupt erzeugt werden können. Die Leute müssen ja Unmengen an Bergkäse und Schinken zuhause eingelagert haben. Auch die Erzeugnisse aus dem Spreewald wurden oft angeboten.

Ich habe leider keinen Photobeweis davon, aber die Demonstration der Klangschalenmassage an mir war schon interessant. Das Brummen und Vibrieren durchzieht den ganzen Körper.

 

Dann Stau in der Puschkinstraße. Nichts für Menschen mit Platzangst. Irgendwie hat man sich dann doch bis zum Frauenplan durchgestanden. Also in diesem Nadelöhr darf keine Panik ausbrechen, die Leute drücken sich dann tot. Am Ausgang wieder der Alleinunterhalter, der zugleich trommelte, Harmonika blies und Quetschkommode spielte. Auf der Frauenplanbühne gab es den Klassiker Downtown (vor allem durch Petula Clark bekannt geworden) in einer Bläserversion. Sehr schön.

Auf dem Theaterplatz war es wieder rappelvoll. Ich war gerade rechtzeitig gekommen, um das Lied vom Kosaken eines russischen Folkensembles anzuhören. Die Geschichte im Schnelldurchlauf: durstiger Kosak bittet eine Frau um ein Glas Wasser (oder doch Wässerchen?) und weil ihm die Frau gefällt, „macht er die Frau dann an“. Lustig ist das Kosakenleben. Gegenüber öffnete dann gerade auch der Künstlergarten mit Glühwein, Federweißer und Knoblauchstullen am warmen Lagerfeuer aus Europaletten. Hier schob sich dann auch mal die Sonne durch die Wolken.

Auf dem Mittelaltermarkt am Teichplatz kostete ich dann auch eines dieser Knobibrote für läppische 4 Taler. Leckere Angelegenheit, aber zu diesem Preis stelle ich eigenhändig 20 Exemplare her. Insgesamt kann man für das leibliche Wohl auf dem Zwiebelmarkt eine Menge Geld loswerden, was zum großen Teil am Preisniveau liegt. Dazu noch einen Zwiebelzopf in annehmbarer Größe – zack sind auch zwischen 8 und 10 € weg. Gut, dass das nur einmal im Jahr ist …

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