Feengrotten in Saalfeld

Kategorie: Sehenswertes

Die Feengrotten in Saalfeld zählen zu den farbenprächtigsten Schaubergwerken Deutschlands. Dieser Artikel gibt Ihnen einen Überblick über Geschichte, Besonderheiten und praktische Hinweise für Ihren Besuch. Die farbintensiven Tropfsteinbildungen sind so außergewöhnlich, dass die Feengrotten laut Guinness-Buch der Rekorde als eine der farbenreichsten Grotten der Welt gelten – ein weiterer Grund, diesem einzigartigen Natur- und Kulturdenkmal einen Besuch abzustatten.

Tipps für Ihren Besuch

  • Die Jahreszeit spielt kaum eine Rolle, da die Temperatur im Berg konstant bei 8–10 °C liegt.
  • Kaufen Sie Tickets am besten vorab, besonders in den Ferien und an Wochenenden.
  • Planen Sie für die Führung etwa eine Stunde ein.
  • Tragen Sie warme Kleidung, um während der gesamten Tour nicht auszukühlen.
  • Wählen Sie festes Schuhwerk, da Treppen und feuchte Wege vorkommen.
  • Fotografieren ist möglich, aber wegen Licht und Enge oft schwierig.
  • Vermeiden Sie Stoßzeiten, wenn Sie es ruhiger möchten.
  • Für Menschen mit Platzangst oder starker Gehbehinderung kann die Tour beschwerlich sein.
  • Nehmen Sie sich etwas Zeit für das Grottoneum und das Feenweltchen, wenn Sie mit Kindern unterwegs sind.
Die Märchengrotte im Dämmerlicht
Märchengrotte

Die Feengrotten im Überblick

Zwischen 1530 und 1850 wurde hier Alaunschiefer abgebaut – ein vielseitig verwendbares Material, das allerdings nicht mit dem aus Thüringen bekannten Dachschiefer (Tonschiefer) verwechselt werden darf.

Nachdem die Lagerstätten erschöpft waren, lag das Bergwerk zunächst brach. Erst später erkannte man die positive Wirkung der untertägigen Luft auf verschiedene Lungen- und Atemwegserkrankungen. Diese wird – soweit bekannt – auf eine leichte natürliche Radioaktivität des Gesteins zurückgeführt. Gleichzeitig begann die touristische Erschließung der Stollen und Grotten, maßgeblich vorangetrieben durch den Unternehmer Adolf Mützelburg.

Blick vom Eingang des Feengrotten-Geländes auf das Restaurant mit Grottoneum
Restaurant mit Grottoneum

Heute erwartet Besucher ein umfassender Themenpark rund um Bergbau, Naturphänomene und die Sagenwelt der Feen und Waldgeister. Herzstücke sind die Führungen durch das Schaubergwerk und die farbenprächtigen Grotten, das Mitmach- und Erlebnismuseum Grottoneum sowie das Feenweltchen, eine fantasievoll gestaltete Erlebniswelt für Familien mit Kindern.

Insgesamt stehen rund 15 buchbare Erlebnispakete zur Auswahl – darunter sogar Trauungen unter Tage oder ungewöhnliche Konzertveranstaltungen in den Grotten.

Wichtige Hinweise für die Grottenführung

Nicht die Verfilmung von "Der kleine Hobbit", sondern schicke Mäntel für jeden.
Schutzmäntel

Das Klima im Bergwerk, das auch „Wetter“ genannt wird, unterscheidet sich stark von den Bedingungen an der Oberfläche. Die Temperatur bleibt ganzjährig konstant bei etwa 8–10 °C – warme Kleidung ist daher empfehlenswert. Die Luftfeuchtigkeit liegt bei rund 96 %. Gegen Tropfwasser und für den Schutz in engen Passagen stellt der Betreiber Überwurfmäntel zur Verfügung.

Während der Führung müssen an einigen Stellen dunkle, rutschige Treppen überwunden sowie schmale und niedrige Gänge passiert werden. Festes Schuhwerk ist daher unbedingt ratsam. Für Personen mit Gehbehinderungen kann die Tour aufgrund der baulichen Gegebenheiten eine Herausforderung darstellen.

 

Ablauf einer Führung

Vor der Tour gibt es eine kurze Einweisung und Ticketkontrolle durch das Führungs-Personal.
Tour Guide

Die Führungen starten im Halbstundentakt und werden per Lautsprecher angekündigt. Treffpunkt ist unterhalb des Cafés Grottenschenke. Die Gruppenzuteilung erfolgt über die Nummer auf Ihrem Ticket, sofern Sie keine separate Führung gebucht haben. Vor dem Eintritt in den Berg erhalten alle Besucher Schutzmäntel (rot für Männer, braun für Frauen) und es wird ein Gruppenfoto aufgenommen, das am Ende der Tour erworben werden kann.

Bevor es losgeht, ertönt dreimal eine Glocke – ein traditioneller Gruß an den Berggeist. Mit dem Bergmannsgruß „Glückauf“ betritt die Gruppe anschließend den Berg.

Haltepunkt Blaue Grotte mit Erklärungen
In der Blauen Grotte
In der Quellgrotte
In der Quellgrotte

In jeder Grotte – den durch Bergbau entstandenen Hohlräumen – macht die Gruppe Halt. Dort erklärt der Tourguide Besonderheiten der Mineralien und Gesteine oder gibt Einblicke in Methoden des historischen Bergbaus. Vieles davon bewegt sich im Bereich allgemein bekannter Fakten, bietet jedoch einen guten Überblick.

Die Route führt durch mehrere Grotten: die Blaue Grotte, Barbara-Grotte, Mützelburg-Grotte, Quellen-Grotte sowie die Märchengrotte mit der Gralsburg. Die Übergänge zwischen den Grotten bestehen aus unterschiedlich ausgebauten Stollen und Gängen. Gelegentlich müssen Treppen überwunden oder enge, feuchte Passagen durchquert werden. Die Akustik ist zwar hervorragend, doch trübe Beleuchtung und begrenzter Platz erschweren das Fotografieren.

Die Märchengrotte mit Gralsburg als Höhepunkt der Tour
Märchengrotte mit Gralsburg

Die Route führt durch mehrere Grotten: die Blaue Grotte, Barbara-Grotte, Mützelburg-Grotte, Quellen-Grotte sowie die Märchengrotte mit der Gralsburg. Die Übergänge zwischen den Grotten bestehen aus unterschiedlich ausgebauten Stollen und Gängen. Gelegentlich müssen Treppen überwunden oder enge, feuchte Passagen durchquert werden. Die Akustik ist zwar hervorragend, doch trübe Beleuchtung und begrenzter Platz erschweren das Fotografieren.

Der Höhepunkt der Tour ist zweifellos die Märchengrotte mit der Gralsburg – allerdings muss man sie sich verdienen: Ein 185 Meter langer, enger Stollen führt zu ihr. Menschen mit Platzangst könnten hier an ihre Grenzen stoßen.

Die Grotte bleibt bis zur vollständigen Ankunft der Gruppe im Dunkeln. Erst dann beginnt die Licht- und Soundinszenierung, begleitet von einer Frauenstimme aus dem Off, die das „Wunder der Märchengrotte“ verkündet. Die Darbietung wirkt stellenweise recht kitschig; anschließend folgt eine weitere Lichtinstallation, musikalisch untermalt mit einem sehr dramatischen Filmsoundtrack.

Zum Abschluss führt ein großzügig ausgebauter Stollen in den Ausgangspavillon. Dort erhält jeder Besucher einen kleinen „Feenstein“ – einen Amethysttropfen (allerdings aus Brasilien) – und kann Souvenirs sowie das zuvor geschossene Gruppenfoto erwerben.

Eintrittspreise und Öffnungszeiten

Die Preisgestaltung zu jedem Angebot (Gruppenpreise, Ermäßigungen, Saisontickets, Kombikarten) entnehmen Sie der Feengrotten-Webseite

Die Attraktionen des Feengrotten Freizeitparks sind zwischen Mai – Oktober von 9.30 Uhr bis 17 Uhr geöffnet. Von November bis April in der Zeit von 10.30 – 15.30 Uhr.

Anreise zu den Feengrotten

Die Feengrotten befinden sich am südwestlichen Stadtrand von Saalfeld. Die Stadt selbst gehört zu den ältesten Siedlungen im Saaletal und beeindruckt mit einem gut erhaltenen historischen Stadtkern, Stadtmauer, Burgruine und mehreren Stadttoren.

Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln:
Von Weimar aus erreichen Sie Saalfeld bequem mit der Regionalbahn. Fahren Sie zunächst bis Jena-Göschwitz und steigen Sie dort in den Zug nach Saalfeld um. Vom Bahnhof aus bringt Sie die Buslinie A (Richtung Krankenhaus) im Halbstundentakt direkt zu den Feengrotten.

Anreise mit dem Auto:
Mit dem PKW folgen Sie von Weimar aus der B85 über Bad Berka und Blankenhain in Richtung Süden. Die Fahrzeit beträgt rund 50 Minuten. Direkt vor den Feengrotten stehen sowohl ein regulärer Parkplatz als auch ein Stellplatz für Caravans zur Verfügung.

Anfahrt auf Google Maps

Weitere Impressionen aus den Feengrotten Saalfeld

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