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Rautal Jena – der Winterlinge Rundweg

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Wenn ihr bei eurem Weimar Aufenthalt im Frühjahr Zeit erübrigen könnt und motorisiert seid, kommt hier ein 1a Wandertip:

Der Winterlinge Rundweg im Rautal bei Jena.

Das Rautal bei Jena ist ein beliebtes Ausflugsziel für Wanderer, die das mittlere Saaletal rund um Jena erkunden wollen. Vor allem im Frühjahr zur Blüte der Winterlinge zieht es viele Spaziergänger und Wanderer an. Hier gibt es ein deratig großes Vorkommen dieser Frühblüher, dass extra ein eigener (ca. 2 km langer) Rundwanderweg eingerichtet wurde.

Was gibt es zu sehen?

Winterlinge im Rautal

Winterlinge im Rautal

Winterlinge! Und zwar ganze Matten bzw. Blütenteppiche, die sich über die ebenen Flächen und Hänge des Buchenwaldes ausbreiten.
Einzelne Vorkommen von Leberblümchen und Lungenkraut können auch beobachtet werden.

Dazu bietet der Rundweg tief eingeschnittene Trockentäler, Gesteinsaufschlüsse und eine vorherrschende Buchenwaldvegetation.

Wie man den Winterlinge Rundweg erreicht

Ich schlage folgendes vor: entweder mit dem Auto über Jena (Richtung Camburg / Dornburg) und kurz vor Zwätzen nach links in die Straße Rautal abbiegen oder über Gospeda und Coselwitz die Dörfertour nehmen.

Rautal Parkplatz

Rautal Parkplatz

Auf der Hälfte der Strecke zwischen Coselwitz und Jena liegt direkt an der Kreisstraße 15 ein kleiner Parkplatz, der aber immer recht voll ist. In Richtung Coselwitz gibt es dann noch einen direkt am Berghang oder man parkt noch am Stadtrand von Jena (Am Heiligenberg).

Ab dem Parkplatz im Rautal beginnt auch gleich der Rundwanderweg. Einfach der Beschilderung folgen.
Der Rundweg ist an das Wegenetz der Saalehorizontale angeschlossen. Anbindung besteht auch an die Napoleon-Wege. Entsprechende Wegweiser sind vorhanden.
Geht man den Weg entgegen des Uhrzeigers ab, startet man gleich mit dem ansteigenden und somit schwierigen Teil. Dafür hat man nach etwa einer halben Stunde seine Ruhe und den anstrengenden Teil hinter sich gebracht.

Was ist zu beachten? Bodenbeschaffenheit, Anstieg und Sicherheit

Felsmauer im Rautal

Felsmauer / Rautal

Da die Winterlinge nun mal bevorzugt im Frühjahr blühen (Februar/März), ist oft mit einem Wetterwechsel bzw. winterlichen Bedingungen zu rechnen. Die Wege sind nach ausgiebigem Niederschlag matschig, rutschig und schwer begehbar. Ihr braucht unbedingt festes Schuhwerk mit ausreichend Profil!

Tal am Wanderweg Rautal

tief eingeschnittenes Tal

Vor allem der östliche Teil des Rundweges weist steile Passagen mit engen Pfaden auf. Wanderer, die schlecht zu Fuss sind, werden hier einige Probleme bekommen. Es empfiehlt sich daher, den Rundwanderweg gegen den Uhrzeigersinn abzugehen. Eventuell ist es bergab leichter. An diesen Wegabschnitten verengt sich der Weg zu einem Trampelpfad, der auf einer Seite von einem tief eingeschnittenen Tal mit steilen Hängen begleitet wird. Hier gibt es kein Geländer, keine Sicherungen!

Spaziergänger im Rautal

Spaziergänger

Im Bereich der Winterlingswiesen ist der Weg breit und wird von einem Geländer gesäumt (was aber mehr die Winterlinge vor den Bewunderern schützen soll). Sitzbänke gibt es auch. Auf Hinweistafeln kann man sich über die Buchenwald-Winterlingsvegetation informieren. Es gibt leider keine Unterstellmöglichkeiten, wenn es mal regnen oder schneien sollte. Ein kurzes Wegstück ist stolperig und bei aufgeweichtem Boden schlecht begehbar. Es empfiehlt sich hier den laubbedeckten Wegrand zu nutzen. Der Rest der Strecke wird zum Teil von geologischen Aufschlüssen gesäumt und kann gut abgegangen werden (zum Teil steiniger/schottriger Grund).

Empfehlung

Bei schönem Wetter lohnt es sich, vom Winterlinge Rundweg abzuzweigen und aus dem Rautal hinaus auf den Windknollen (eine unbewaldete Hochfläche) weiterzuwandern. Von hier aus hat man einen phantastischen Ausblick auf die Berge des Saaletales und das Weimarer Land. In westlicher Richtung schaut man bis zum Ettersberg mit dem markanten Glockenturm, im Südost die Berge von Bad Berka-Blankenhain.

Kaffee und Kuchen gibt es in Coselwitz.

 

Ein Kommentar

  1. Der Ort heißt „Closewitz“. Und wenn man den Rundweg vom kleinen Parkplatz an der Straße gegen den Uhrzeigersinn beginnt, beginnt man nicht mit dem schwierigen, ansteigenden Teil, sondern der ist im Uhrzeigersinn zu finden.
    Trotzdem Danke für die Beschreibung!